Spinnen und SpinnrÀder
Wenn man Alpakas hĂ€lt, liegt es ziemlich nahe, sich nicht nur mit diesen Tieren, sondern auch mit ihrem “Produkt”, der Faser, zu beschĂ€ftigen.
Aus den Zeiten der “Ăko-Welle” Anfang der 80ziger und der damaligen Stricksucht besaĂ ich noch ein Spinnrad. Froh, eins zu ergattern, habe ich es seinerzeit quasi zwischen TĂŒr und Angel gekauft. Weder konnte ich einigermaĂen spinnen noch konnte ich das gute StĂŒck richtig einstellen… die Ergebnisse  waren danach und das Spinnrad verschwand, zog mit um und wurde nun – wegen der TĂŒten mit Alpakahaar – wieder heraus gekramt.
Nach einigen autodidaktischen, holprigen AnfĂ€ngen habe ich mir ĂŒber Bekannte ein “fast von selbst spinnendes  Spinnrad” , ein Speichenrad von Louet, ausleihen können. Ein toller Fortschritt zu meinem 1. StĂŒck. Der Stolz auf die selbstproduzierten Garne wurde schon etwas gröĂer.
Das Arbeitsrad fĂŒr die nĂ€chste Zeit wurde dann das Spinnrad Nr. 2, ein Louet S 10, glĂŒcklich aus dem Internet erstanden. Ein Geburtstagsgeschenk….
 Wann immer ich damit vor Publikum gesponnen hatte, war die Reaktion der geneigten Zuschauer vorhersehbar: sein schlichtes ĂuĂeres entspricht eben nicht so recht den gedrechselten Vorstellungen eben jener und den Erinnerungen an Omas gutem StĂŒck! Aber gearbeitet hat es, sehr viel sogar und auch der lange Auszug und feine Garne sind möglich. Nun habe ich es erst einmal einer guten Freundin ausgeliehen, damit sie ihre Erfahrungen sammeln kann!
Auf den Rat einer Bekannten hin lieh ich mir dann ein Ashton Traditional aus:
ein wahrhaft ehrwĂŒrdiges, weil anhand der PrĂ€gung zu erkennen, schon sehr altes Spinnrad. Und machte den Sprung vom FlĂŒgel- zum Spulengebremsten Rad. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit lernte ich dann durchaus die Feinabstimmung mittels Drahtfeder und Knaufspannung schĂ€tzen. Unbefriedigend fand ich allerdings die doch kleinen Spulen sowie die kleinen HĂ€kchen am FlĂŒgel.
Seit Februar habe ich nun ein Super-Spinnrad in Gebrauch: Das Lendrum. GeliebĂ€ugelt hatte ich mit dem “Lendrum” schon ein Weilchen. Doch sowohl die Beschaffung wie auch der Preis sind anfangs schon eine Ăberlegung wert.
Doch ist es  wirklich ein tolles Spinnrad und lohnt den stattlichen Aufwand. ZusĂ€tzlich ist es mit dem Schnellspinnkopf und dem Woolwinder-Spinnkopf ausgestattet. Spinnen geht jetzt wie der Wind. Zumal es formschön und durchdacht gearbeitet ist. Sehr schade, dass diese SpinnrĂ€der nicht besser verfĂŒgbar sind!















